Gyula Julius Sebő

Unternehmer, Erfinder – Gründer der Marke Julius-K9®, Schriftsteller, Musiker

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Der Feind vor den Toren

jan - 27 - 2011
Julius Sebő

Im Leben jedes Hundebesitzers kommt einmal der Augenblick, wenn er über das Schicksal, über Leben oder Tod seines Lieblings entscheiden muss. Diese schweren Momente entwickeln unsere Empathie und erziehen auch zur Achtung vor dem Leben, vor den Gesetzen der Natur. Dabei ist die Krankheit ein sich rasch und unerwartet einstellender Besucher. Sie bevorzugt Wochenenden, Feiertage, die matten, tatenlos verbrachten Stunden, als wenn sie uns in ständigem „Training“ halten wollte.

So geschah es, dass mein kräftiger junger Deutscher Schäferhund plötzlich schlechter Laune war. Anderthalb Tage später hatte er nicht einmal mehr Lust aufzustehen. Ich unterbrach meine Reise in Österreich und beeilte mich, nach Ungarn zu kommen. Dabei fiel mir auf, dass sich sein Gaumen weiß verfärbte, sein Urin eine bräunliche Farbe annahm. Babesiose! Ich erschrak bei dem Gedanken! Doch wenn eine Zecke der Verursacher der Krankheit ist, weiß ich, an wen ich mich wenden muss. Der Tierarzt Dr. Béla Lakatos hörte trotz meines Telefonanrufs am Sonntagmorgen geduldig die Symptome an und sagte dann nur soviel:

– Kommen Sie sofort her!

Als wir bei ihm eintrafen, war mein Hund schon sterbenskrank. Bei der Injektion gegen Babesiose brach er endgültig zusammen und fiel hechelnd, mit verdrehten Augen zu Boden.

– Alles wird sich in den kommenden 2-3 Stunden entscheiden! Vielleicht sind Sie noch rechtzeitig gekommen.

Mein Hund überstand die Krankheit, die die sich explosionsartig in ganz Europa ausbreitenden Zecken neben anderen, auch für Menschen gefährlichen Krankheitserregern verbreiten, mit einer Nieren- und Leberschädigung. Wegen der Babesiose leben beispielsweise die früher auf den Wiesen, an den Ufern im Süden von Budapest häufig anzutreffenden Streunhunde nicht länger als ein paar Monate, abgesehen von ein paar Ausnahmen, in deren Körpern, wie mein Tierarzt sagen würde, außerordentliche, natürliche Antikörper vorhanden sind, die einige, einfach durchzuführende Tests lohnen würden. Auf jeden Fall bestätigte sich mir bei den ersten Ausflügen im Frühjahr 2010, dass der bisherige leidige Zustand nur der Vorbote einer alles übertreffenden großen „Zeckeninvasion“ war. Aus der Untersuchung der von mir an Dr. Béla Lakatos gesendeten, in den Ortschaften gesammelten Zecken stellte sich heraus, dass in einzelnen Landesteilen schon 30 % mit Krankheitserregen infiziert sind. Ich machte mich daran, im Internet nach Schutzmöglichkeiten zu suchen, vor allem deshalb, weil mein Hund mit seinem dicken Fell wie eine Malerwalze alles im Gras auflas.

Nun, die Internetsuche hielt schon auf den ersten Seiten eine weitere bittere Pille im Hinblick auf die Zukunft bereit:

„ Jährlich werden allein in Deutschland 60.000 Lyme-Borreliose-Erkrankungen registriert.“
„Die von Zecken verbreiteten Krankheiten können hinsichtlich ihrer Häufigkeit innerhalb von ein paar Jahren auf die Liste der Top 10 gelangen.“
„Auf dem Territorium der EU wurde das einzige, noch gegen Zecken wirksame Spritzmittel wegen des Gehalts an Phosphorsäureester verboten.“

Hypochondern empfehle ich derartige Nachforschungen nicht, weil sie dann garantiert jede Grünfläche meiden und nicht in erster Linie um ihre Hunde fürchten, denn für sie sind fast alle bombensicheren Präparate im Handel erhältlich.

Die Auswahl der für Menschen entwickelten Präparate gegen Zecken ist wesentlich geringer als im Fall unserer vierbeinigen Freunde und auch gegenüber ihrer Wirksamkeit haben viele Vorbehalte. Sofern es zu einer Infektion kommt, kann sich die Behandlung der Lyme-Borreliose 5 bis 6 Jahre hinziehen, die Erkrankten geben ein Vermögen aus und auch für die Krankenversicherungen wird es teuer. Das Internet gestattet auch in dieser Hinsicht einen Einblick in viele Krankengeschichten, bei denen es um den Kampf um die Heilung geht, ganz gleich, ob es sich um einen erkrankten Menschen oder ein krankes Tier handelt.

Ich wollte nicht glauben, dass es keine Lösung gibt. Es kann nicht sein, dass die Zecke keinen natürlichen Feind hat! Und dann fand ich ihn! Die Materialien von vor 10-12 Jahren durchforschend stieß ich auf einen unaussprechlich langen lateinischen Namen, der eine Bienenart beschreibt, die ihre Eier auf Zecken ablegt, die diese „Leihmutterschaft“ meistens nicht überleben. Mich erfasste ein freudiges Gefühl, als ich daran dachte, dass gleich mir auch die heutigen Kinder die Begegnung mit der Natur als wunderbares und zugleich entscheidendes Erlebnis erfahren, ohne dass sie dabei einer eventuell tödlichen Gefahr ausgesetzt sind. Mein Forschen nach der rätselhaften Art geriet allerdings rasch in eine Sackgasse. Laut den Dokumenten ist das Insekt wahrscheinlich dank der Pflanzenschutzmittel heute vollständig ausgerottet. Hier möchte ich anmerken, dass ich mit der Ansicht übereinstimme, laut der die Geschichte der menschlichen Entwicklung zugleich auch die Geschichte der Zerstörung der Natur ist. Mit Sicherheit können mehrere Bände vom Ausmaß der Bibel mit unseren Sünden, die wir gegen die Lebenswelt begingen, gefüllt werden.

Meine weitere Forschung erbrachte, dass auch in der Landwirtschaft gegen die Schädlinge der Nutzpflanzen heute schon häufig natürliche Feinde „eingesetzt werden“. Die Möglichkeiten des biologischen Schutzes sind ein langfristig sich auszahlendes Unternehmen, das auch mit direkten wirtschaftlichen Vorteilen verbunden ist. Der Gedanke eschreckt mich ein wenig, dass im Fall der Zecken gerade deren Vermehrung auch eine die Wirtschaft belebende Wirkung haben kann, denn ihr Vorkommen sichert zahlreichen Unternehmen die Existenz.

Statt ein Mittel in Verkehr zu bringen, dass die Zecken vollständig vernichtet und dessen Wirkung auf unsere Umwelt mit außerordentlich langwierigen Untersuchungen verbunden wäre, entspricht die Anwendung von individuellem Schutz auch der derzeitigen Tendenz in Europa. Während ich inmitten von häufigem Klicken darüber nachdachte, dass eine einen Millimeter große Spinne langsam über die Krone der Schöpfung zu siegen scheint, stieß ich auf einen bekannten Namen in Verbindung mit dem Kampf gegen Lyme-Borreliose. Die Weltmeisterin im Orientierungslauf Sarolta Monspart war eine der ersten oder vielleicht die erste in Ungarn diagnostizierte, mit Lyme-Borreliose infizierte Patientin, deren Kampf um die Heilung die Geschichte einer langen und grausamen Kraftprobe war. Doch die Redensart stimmt! Hoffnung besteht immer. Über Sarolta Monspart gelangte ich zu einzigartigen Informationen. Eine ungarische Wissenschaftlergruppe an der ELTE begann damals mit ernsthaften Forschungen. Nur wenige Tage später sprach ich schon mit Herrn Oberassistenten Dr. Zoltán Bratek, der mit seinen Mitarbeitern eine Pilzart fand, besser gesagt „erschuf”, die der potentielle Feind der Zecken sein kann, ohne das sie für irgendein anderes Lebewesen eine Gefahr bedeuten würde. Ihre Wirksamkeit wurde mit einer Reihe von Tests bewiesen, in deren Verlauf die Zecken auf viele Jahre aus dem Untersuchungsgebiet verschwanden. Dennoch fehlte auf dem Gesicht des Interviewten jede Spur von Begeisterung oder Tatendrang. Resigniert und seine Trauer nicht verbergend berichtete er von den langen 6 Jahren des Patentverfahrens, des Wartens, von den aussichtslos erscheinenden Komplikationen der Anträge, der Genehmigungsverfahren. Mich überlief ein kalter Schauer in Verbindung mit dem Kapitalbedarf von mehreren Milliarden für das Inverkehrbringen des neuen Mittels und der Langsamkeit oder vielleicht Gleichgültigkeit der Behörden. Als ich schließlich vorsichtig meine Hilfe anbot, glaubte ich nicht, dass ich wirklich etwas Nützliches beitragen kann. Und doch! Die Antwort war einfach.

Wissen Sie was? Bringen Sie mir Zecken! Soviel Sie nur können, damit wir die Untersuchung etwas aktualisieren können!

Nun, lieber Leser! Wenn du dich noch an den gewissen Slogan „Ein Gespenst geht um in Europa!“ erinnerst, sei nicht zu sehr überrascht, wenn dir eine ähnliche Erscheinung über den Weg läuft. Die Figur, die in einem K9-Polo über Wiesen und Schwemmland streift und ein großes, weißes Laken hinter sich her zieht, kann kein anderer sein, als ich beim Sammeln von Zecken für die ELTE. Kein Grund zum Erschrecken! Obwohl der Sommer langsam vorbei ist, muss bis zum Eintreten starker Fröste mit einer erneuten Invasion der Zecken gerechnet werden. Der Schutz dagegen ist unsere verdammte Pflicht!


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