Gyula Julius Sebő

Unternehmer, Erfinder – Gründer der Marke Julius-K9®, Schriftsteller, Musiker

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Die ersten Hunde meiner Kindheit – obwohl ich sehr an denen hing – waren mir sehr früh los, und ich kannte nicht mal den richtigen Grund dafür. Ich kann mich nur sehr schwer an die Erklärungen meiner Eltern erinnern, in den es um manchmal die Duldsamkeit der Nachbarn oder andermal um die auch für die Menschen gefährlichen Darmwürmer ging, durch die sogar ich gefährdet war. Ich konnte es einfach nicht fassen! – Warum sollte ich etwas zurückgeben, was mir gehört! Etwas, was so an mir hängt, wie keiner meiner Freunde!? Genau so wie auch andere Erdenkinder, kam ich mit dem Schreien „Ich will alles haben! Alles ist für mich!”  zu dieser Welt und lebte meine verantwortungslose und glückliche Kindheit, dann die Pubertätszeit. Ich glaube nicht, dass ich mich zu sehr für die Grundbedarfe der Hunde interessiert hätte, da ich nicht einmal mit meinen eigenen klar war. Das „Überleben“ der Sommerferien von Jahr zu Jahr war spontan und brauchte man allerdings auch einen Schutzengel oder göttliches Glück dazu. Aus unseren damaligen, oft lebensgefährlichen Ideen ausgegangen, betrachte ich kopfschüttelnd die heutigen „Kindergangs“, die in der Kavalkade des Stadtverkehrs bummeln – gelegentlich auch  ihre Hunde mitzupfend. Hier fällt mir einer der Welpen aus meiner Kindheit ein,  dessen Hals ein 4-5 jähriger Junge, der paar Jahre jünger als ich damals war, seine Kräfte testend zu Boden drückte, ihn würgend, bis ich dann dazwischen kam. Das war höchstwahrscheinlich das erste Mal in meinem Leben, als ich mich für ein Tier einsetzte, um es zu schützen. Heutzutage suche ich nach Spuren von Taten mit solchen Gründen in den Kindern, denen ihre Eltern die Sorge eines Tieres anvertrauen.

Meinen ersten, eigenen Hund kaufte ich mir mit 18 Jahren. Ich wurde ein Dobermann-Besitzer im Herzen der Innenstadt! Ich  musste sehr aufpassen, weil es mir sehr früh klar wurde, dass mein Hund eigene Ziele und Willen hat. Es war egal, ob er unterwegs an der Leine geführt war oder nicht, mein Hündchen verkehrte sich nicht gerade mit der normalen Geschwindigkeit, und jagte jeden, sich bewegende Zielpunkt leidenschaftlich noch dazu.  Er  war ein rastloses Ding.

Auch mein armer Vater duldete die von dem Neuling in der Wohnung verursachten Schaden  zähneknirschend. Es war nicht gerade die billigste Lehre zu erfahren, dass die Zeit, die ich in der Schule tagsüber verbrachte, für meinen Dobbi, namens Nasty zu viel war, und er begann sich zu langeweilen. In solchen Fällen fing er an, Schränke rumzuschieben, Betteinlagen zu zerfetzen, Schubladen auszupacken und selbstverständlich die unmöglichsten Stellen als Toilette zu benutzen.In unserem Schicksal brachte eine bedeutende Änderung aber jedenfalls der Anschlag, den er einem meiner Lieblingsbände antat. Es war nämlich so, dass er sich die Schrankentüren öffnend die beste Platte von Black Sabbath schnappte und an dieser mit seinen Vorderbeinen stehend durch die Wohnung rutschte.

So, dank Black Sabbath beschloss ich, dass nicht nur ich, sondern auch mein Hündchen zur Schule gehen wird. Zur Empfehlung der innenstädtischen Rottweiler-Besitzer kamen wir zu der Hundeschule des damaligen MÁRK Rottweiler Klubs in Nagyicce, zu „Ausbildungshänden“ von Imre Palló, dem ich noch heutzutage dankbar bin, dass er mich zur besten Zeit zur Vernunft brachte, hindeutend darauf, dass ich da nicht im Gymnasium bin, wo ich mir ein anderes Schulfach wählen kann, wenn mir etwas nicht passt „- Wenn du dir einen Arbeitshund gekauft hast, solltest du dich vielleicht auf den Hund konzentrieren und auf das, was auf dem Trainingsplatz gemacht wird, schlafen kannst du ja auch zu Hause!”

Imre hatte recht und wir schlossen während der Jahre eine Lebensfreundschaft! Er machte mich zu einem richtigen Hundefan?? und die Hundeschule wurde mein zweites Zuhause. Wenn mich jemand heute fragt, warum man sich einen Hund kaufen sollte, werde ich sofort für einen Moment unter der schwerbelastenden Frage schwach, weil das Leben mit dem Hund – außer, dass es mir mehrere Berufe anbot – auch die Hauptrichtung meines Lebens bestimmte.  Trotzdem könnte ich denen, die einen Hundekauf überlegen, ungern vorschlagen, keinen Kopf darüber zu machen. Die Mengen der auf Straßen oder in Tierheimen gelassenen oder an Ketten gebundenen, im Kennel verwaisenen Hunde sehend ist es eindeutig, dass diese Entscheidung mehrere Leute ohne ihre Grundkenntnisse bezüglich unserer vierbeinigen Freunden aufzufrischend treffen.  Als mein Bekannter von der Nordseite des Plattensees mit der Nachricht zu mir kam, dass er seinem 11-jährigen Sohn einen Rüden Dobermannwelpen besorgte, fing ich wieder an, darüber tief nachzudenken. Die kinderreiche Familie schien für einen Hund wegen der großen Freiflächen eigentlich eine ideale Umgebung zu sein. An der riesigen Farm ohne Zaun waren aber schon Pferde, sonstige Heimtiere sowie zwei Dackel zu Hause, weiterhin verschönerte das Gebiet noch ein als Jagdgebiet funktionierende Wald.  Meine Sorgen verstärkten sich bei meinem persönlichen Besuch leider noch mehr. Der für einen außerordentlich günstigen Preis gekaufte, 3,5 Monat alte Hund war ein absoluter Flohsack und an seinem Körper zeigten sich auch sonstige Zeichen der Ungepflegtheit. An seinen verschiedenen Fellmängeln tummelten sich schon Fliegen. Der Hund hatte selbstverständlich kein Impfbuch, so konnte ich eine ganze Liste über die zu erledigenden Aufgaben zusammenstellen, die schon nur aus dem Grund sehr dringend waren, weil der Dobi sich schon einen eigenen Platz im Bett der Kinder ausgekämpfte. Die Eltern nahmen das Problem glücklicherweise ernst und sorgten sich für alles.

Kaum nach einigen Tagen riefen sie mich aber wieder an. Ich erfuhr, dass der Zwillingbruder des 11 jährigen neuen Hundebesitzers auch einen Dobermann haben will. Möglicherweise lieber eine Hündin, damit sie später auch Welpen haben können. Sie hätten ja auch schon eine in Sicht.Ich brauchte all meine Geistesgegenwart zu bewahren, um das Telefon nicht fallen zu lassen. Ich bat ihn um sein Versprechen, die beiden Jungen zu mir zu holen, um ihnen einen kleinen Einblick vom Hundetraining bieten zu können. Schon in wenigen Minuten hatte ich einen fertigen Plan, wie ich ihnen das „Dobermann-Sammeln“ abreden könnte. An dem lang ersehnten Tag hielt ich zuerst den Jungen und ihrer sich an das Team angeschlossenen kleinen Schwester einen kurzen aber sehr klaren Vortrag über der Abkunft der Dobermann-Rasse und über die Arbeitshunde im allgemeinen, ihren großen Bewegungsbedarf, physische Kraft und außerordentliche Geschwindigkeit betonend, die sogar bei einzigem Gassi gehen dem Herrchen oder anderen zufälligen Verletzungen verursachen kann, wenn man nicht gut aufpasst.

Dann rief ich meinen einjährigen Deutschen Schäferhund mit Diensthunde-Abstammung herbei, der nach einer kurzen Annäherung sogar zwei Leinen erhielt, um beide Kinder je eine in der Hand halten zu können.

–    Na, Jungs!  Haltet die Schlaufe mit voller Hand und windet die Leine nicht auf eure Hände auf! Eurer Dobi wird ein einem halben Jahr so rasten! Haltet Euch fest! Dann „schleuderten die Räder“! Die Knaben konnten das Tempo zwar mit glühenden Wangen halten, warteten sie aber anscheinend nach einigen Minuten sehr auf das Ende der Produktion. Ich allein wusste es nur, dass mein Hund bis zum Wald in so seinem verrückten Tempo ziehen wird, weil da das nächste Programm seines Tagestrainings beginnt. Unterwegs vorbereitete ich die Kinder auf die Ausführung der Übung „Halt” und betonte, dass jeder Befehl, den der Hund nicht ausführen muss oder kann, könnte später ernsthafte Folgen haben.

Nach dem Aufklingen “Halt”  half ich ein wenig mit der Leine nach und hielt das Ross zu dem größten Staunen der Kinder, mit einer lockernden Leine an. Nachher waren „Sitz“ und „Platz“ an der Reihe, und ich fing wieder an zu erzählen, um den Jungen eine kleine Rast zu geben.

–    Wenn ihr wollt, dass euer Hund nicht den ganzen Tag die Wildtiere im Wald jagt, sondern bei euch bleibt und auf euch hört, braucht ihr eine Möglichkeit zu einem gemeinsamen Spiel zu finden. Man benötigt ein Spiel, das man so spielen muss, dass der Hund dabei Spaß hat. Wenn man es nicht versucht und der Dobi doch im Wald oder auf den Straßen rumtobt, wird der Hundebesitzer für Unfälle oder für im Wildbestand verursachten Schaden verantwortlich gemacht. – Das kleine Team hörte mir mit all ihren Nervenfasern zu und ich setzte mit ruhiger Stimme fort.

– Ich spiele mit meinem eigenen Hund seit seiner Welpenzeit mit verschiedenen Gegenständen, die er in seinem Maul haltend ziehen und mit sich tragen kann. Wenn er die Jagd nach weggeworfenen Gegenständen, Hundespielzeugen lieben lernt, wird er in jedem möglichen Moment dich beachten. Mit Gegenstand-Werfen kann man ihn Tag für Tag sehr einfach müde machen.  Der Deutscher Schäferhund, genauso wie euer Dobermann kann so schnell rasten, wie ein Kleinmotor und während der Jagd des weggeworfenen Gegenstandes rennt er durch alles. Wenn er gegen eure Beine rennt, könnt ihr den Sommer im Gips liegend verbringen, so, stellt euch schön hinter mich. Dieses Spiel brachte ich ihm so bei, dass ich den Gegenstand nach rechts oder nach links von mir warf, wobei er immer vor mir vorbeilaufen musste. Damit konnte ich vermeiden, dass er meinen anderen kleineren Hund oder die Leute, die mit uns waren, nicht mal aus Versehen zu Boden stößt, vorausgesetzt, sie stehen hinter mir. Wenn große Hunde in eurer Nähe spielen oder rumlaufen, könnt ihr eure Knie in dem gefährdeten Moment mit Beugen eurer Beine schützen.

Dann begann ich auf das Kommando „Lauf” in die übliche Richtung Lehmbatzen hin und her zu werfen, zeigend, wie vielfältig der Gegenstand des Spiels sein kann. Die Jungen schlossen sich mit ihren Ängsten kämpfend an das Spiel an. Sie warfen und waren von der unglaublichen Geschwindigkeit des Hundes begeistert. Nachher nahm ich ein Julius-K9 Textilspielzeug zur Hand, das mein Hund sofort anbiss, um einen Ziehkampf anzugehen.  Nachdem ich die Übung den Kindern paarmal zeigte, gab ich den Griff des Spielzeugs abwechslungsweise in die Hand der Buschen. So fühlte sich jeder wohl.

Während der Ausführung der Aufgaben war nicht das ungenügende Physikum der Kinder das größte Problem, sondern die Kommunikationsfähigkeit und die mangelnde Konsequenz. Die unsicheren und wiederholten Kommandos oder oft das flüsternde Worte verwirrten auch meinen Hund. Die Jungen waren mangels der genügenden Erfahrungen verständlicherweise nicht bereit, den Hund zu kommandieren.

Anscheinend war es ihnen nicht gewohnt, sie so erwachsen zu behandeln und waren auch vom Schnellunterricht schockiert. So konnte ich ihnen aber mindestens den neueren Dobermann-Kauf abraten, weil sie einsahen, dass es ihnen nicht einfach wird, mit dem schon gekauften Hund zurechtzukommen. Wir blieben dabei, dass beide Brüder sich um den Hund kümmern werden und auch ich sie regelmäßig besuchen werde, nicht, dass sie während der Erziehung solche Fehler machen, die später nicht mehr zu ändern sind.  Weil der Hund – wie bekannt – kein Kinderspielzeug ist! Ein Arbeitshund benötigt erwachsene Denkweise und starke Hände noch dazu. Also, als wir, als Eltern so eine schwere Aufgabe unseren Kindern anvertrauen, sollten wir es eigentlich als unsere – großgeschriebene – Verantwortung betrachten. Das Kind kennt zwar dieses Wort, es wird und kann es aber nicht durchfühlen. Es ist ja auch nicht seine Aufgabe, weil es verständlicherweise noch „alles haben will“ und auch das möglicherweise sofort. Wir werden es ihm auch geben, aber nicht früher, als beim seinem Erwachsenwerden, das bei uns allen irgendwann eintrifft, als die Verantwortung beginnt bei uns bewusst zu sein.

Sebő Gyula-K9

One Response so far.

  1. Eva Scholl szerint:

    ein sehr schöner Artikel, danke!


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