Gyula Julius Sebő

Unternehmer, Erfinder – Gründer der Marke Julius-K9®, Schriftsteller, Musiker

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Sze - 20 - 2010
Julius Sebő

In einer malerischen Umgebung, auf der Halbinsel Tihany besuchte ich Julius Sebő, den Produktionsleiter von Julius-K9 und seine Frau, Anikó Bakos, die den guten Ruf unseres Landes mit Serie von Erfolgsprodukten im Kreis der Hundehalter weltweit verstärkt haben. Angekommen zum Tor begrüßte mich das „Empfangskomitee“, – in der Person eines Respekt befehlenden Schäferhundes und eines straubigen, weißen Mischlings, – auch ohne Klingeln warm. Der zuletzt Erwähnte trug ein Hundegeschirr, auf dessen Seite die Aufschrift – HEUTE BIN ICH FREI – stand.
Anikó führte uns durch den unter aufgeblühteten Urbäumen liegenden Garten, dann bot sie uns Kaffee unter den Rundbogen der mit Traubenranken durchgewebten Terrasse an. Ich gab mich gerade der Wirkung des schon fast kitschigen blauen Plattensees, des Blumenduftes und des Vogelgesangs hin, als Julius Sebő ankam, mit seinem für mich aus dem Produktkatalog 2010 schon bekannten, breiten Lächeln, eine große Platte Kuchen auf seinem Arm balancierend.

GKB: Es ist hier alles wunderschön! Ich kann Sie schon verstehen, warum Sie so sehr an den Ort unserer Unterhaltung hängen.
SGY: Das wichtigste haben Sie schon ausgesprochen. Ein schwärmendes Bürohaus ist für viele Sachen geeignet, aber für eine Unterhaltung… Ich verrate aber Ihnen, dass auch mein erstes Hunderlebnis sich an den Plattensee knüpft, und solange Sie Ihren Kaffee trinken, erzähle ich es Ihnen gerne.

GKB: Danke, Sie würden mir die Sache leichter machen.
SGY: Ich war damals ca. 5 Jahre alt, als ein Vizsla-artiger, streunender Hund in unseren Garten am Plattensee für kurze Zeit einzog. Er war dünn und an seiner Seite klaffte eine tiefe Wunde. Er ließ sich von niemandem streicheln, außer mir, das Futter nahm er aber von jedem in der Familie mit kräftigen Schwänzeleien an. Den Rest buddelte er sehr sorgfältig in die verschiedenen Ecken des Gartens. Meine Eltern erklärten mir, er macht es, um auch in schlechteren Zeiten etwas zu essen zu haben. Der Hund war aber bis zum Nachmittag weg. Ich fragte immer und wieder besorgt herum, was mit dem Rest des Futters sein soll, den er versteckte.
– Er kommt sicher mal zurück, um die zu holen – hörte ich die nicht besonders beruhigende Antwort.
An dem Abend, unterwegs in die Richtung Budapest auf der Autobahn M7 sah ich einen Vizsla-artigen
Hund durch das Wagenfester, als er in der Pannenstreife galoppierte. Ich guckte zurück, ob er mich merkt.
Ich sah die tiefe Wunde an seiner Seite ganz klar. Er kam natürlich nie wieder zurück, obwohl ich noch
lange Zeit seine gebuddelten Futterreste bewahrte.

GKB: Nette Geschichte!
SGY: Ich mag diese Geschichte besonders deswegen, weil ich denke, wenn es möglich ist, eine Berufung zu den Hunden in einem kurzen Augenblick zu bekommen, dann musste es in meinem Fall damals passiert sein. Vielleicht hat mir die aus diesem Erlebnis hervorbrechende Begeisterung beim Aufbauen unseres Unternehmens geholfen, und dadurch können wir heutzutage schon vielen Leuten Arbeit, Sicherheit oder Lebensziel anbieten.

GKB: Ich hoffe, Sie lassen sich manchmal Zeit auch für eine kleine Erholung…

SGY: Also, unsere längere Abwesenheit trägt schon ein gewisses Risiko in sich, wir können aber trotzdem davonkommen. Gerade deshalb suchen wir die entsprechenden Leute auf die entsprechenden Posten schon seit fast 20 Jahren. Unsere wichtige Aufgabe ist, uns mit den erprobten Kollegen, Partnern, derer Fähigkeiten, Ansprüche wir gut kennen, zusammen entwickeln zu können. Dazu gehört natürlich auch das, dass wir versuchen, die individuellen Ziele und Interesse unserer Kollege – abgesehen von der Position – zu berücksichtigen und mit denen auf den gleichen Nenner zu kommen.
GKB: Es ist sicher nicht einfach. Wahrscheinlich klappt es auch nicht jedes Mal!
SGY: Ja, aber trotzdem versuchen wir, uns mit Liebe zu allem zu verhalten, wir sind offen für Probleme von anderen. Natürlich ist auch eine längere Zusammenarbeit keine Garantie dafür, um große Enttäuschungen vermeiden zu können.
GKB: … und was kann Ihnen in diesem Fall weiterhelfen?
SGY: Viele Sachen! Zum Beispiel, meine Frau, die eine unverwüstliche Optimistin ist und die meine schwarzseherische Denkweise in Waage hält. Es ist offensichtlich nicht einfach, das erlebte Unheil – mag es sein geschäftlich oder privat – zu verarbeiten. Leichter fühlt man sich nur dann, wenn man sich in das Geflecht der hinter den uns geschlagenen Handlungen stehenden Gefühlen oder Interesse einfühlen kann, bzw. wenn man an den schon erlittenen oder bevorstehenden Verluste nicht lange kaut.

GKB: Nehmen wir an, dass die „gegnerischen“ Interesse oder Gefühle viel zu rasant oder bösartig und die Verluste mächtig sind?

SGY: Nun, ich würde nicht mal in diesem Fall voreilige Schritte ohne das Klarstellen der vorhin erwähnten Fragen machen, weil man die idealen Lösungen meistens nicht auf der Weise finden kann. Die Erfahrungen bei Julius-K9 zeigen, wenn das Unheil „groß genug“ ist, werden wir uns selbst bald überflügeln. Man kann aus einer Verliererposition viel leichter Wunder tun! Letztes Mal, zum Beispiel, ein österreichischer Partner von uns, der ca. 1000 Wiederverkäufer bedient hat und wir ihn deshalb viele Jahre lang mit Warenbeleihung von hohem Wert geholfen haben, fing an, verfälschte Produkte mit Warenkarten von Julius-K9 europaweit zu vertreiben. Kaum haben wir den Vertrag mit ihm in der Mitte 2009 gekündigt, wurde originaltreue Kopien unserer weiteren ca. 500 verschiedenen Produkte in Vertrieb gebracht, direkt aus den Fernen-Osten. Wenn der Unternehmer gezwungen ist, seine Außenstände, seinen ausgebeuteten Markennamen und den bedeutenden Teil des Absatzmarktes gleichzeitig zurückzuholen, …nun, da kann nur eine umfassende Dauerkonzeption helfen. Solange, bis die Lage sowie die Taktik und die Kraft des aus einem ehemaligen Partner zum Gegner gewordenen Händlers nicht gründlich abgeschätzt ist, schießt man nur ins Blaue hinein. Es war uns klar, dass wir neben dem 100%-igen Jahreszuwachs auf allen anderen Gebieten noch großes Zurückbleiben einzuholen haben, spätestens innerhalb von 6 Monaten. Als erster Schritt beauftragten wir solche Anwaltskanzleien in verschiedenen Ländern mit der Vertretung unserer Firma, die unsere Probleme aufrichtig zu Herzen nahmen.
GKB: Solche Anwälte gibt es nur im Märchen!
SGY: Es gibt aber trotzdem welche. Unsere Beziehung ist fast zu allem von ihnen familiär. Wir mussten nach ihnen nicht mal lange suchen. Wir stehen in der gleichen Beziehung auch zu den meisten unserer jetzigen europäischen Händlern, mit denen wir gemeinsam unsere Preise und die allgemeine Vertriebsstrategie blitzschnell umänderten. Gleichzeitig entwickelten wir die etwa 70% unserer Produktpalette weiter, und brachten wir ganz neue, man könnte sagen, revolutionär neue Produkte zum Markt. Die Erfindungen stellten wir bei allen möglichen Foren unter Schutz, weiterhin bekamen unsere 2010-Entwicklungen einen neuen Namen, nämlich Innova Dog Comfort (IDC). Da haben wir uns alle wirklich völlig eingesetzt.
GKB: All das haben Sie innerhalb von 6 Monaten geschafft?
SGY: Es scheint so! Selbst auch ich habe erst jetzt nachgezählt. Wissen Sie, in dieser Periode waren mir die Tage irgendwie ein wenig verflossen.
GKB: Wenn ich Sie richtig verstehe, auch die erlebten negativen Erlebnisse haben dazu beigetragen, dass all
das geklappt hat?

SGY: Auf jeden Fall! Den Schlüssel unserer Weiterentwicklung geben uns meistens unsere Gegner in die Hand! Alles andere kommt an unsere Fleißigkeit an.


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